_Im Jahre 1645 nahmen die Gesandten aller
beteiligten Länder erste offizielle Verhandlungen auf, die am 24.10.1648
ihren Abschluss im „ewigen
Westfälischen Frieden (Friede zu
Münster und Osnabrück) fanden. Es erfolgte eine Teilung des Herzogtums
Pommern. Die Schwedische Krone erhielt, trotz
der Proteste des Großen Kurfürsten
Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Vorpommern mit Stettin, Rügen und die
Odermündung als Besitz. Brandenburg erhielt als Ausgleich Hinterpommern
mit dem Stift Cammin.
Der
30-jährige Krieg hatte verheerende Folgen: 50-70 Prozent der Bewohner
waren umgekommen. Die Wälder waren abgebrannt und verwüstet, die Heide
durch die zahlreichen Brände,
Sturmfluten und die wöchentlichen Holzabfuhren stark geschädigt. Die
Höfe waren niedergebrannt; die Acker verwildert. Die
Versorgung der Fischer erfolgte
nur noch durch Strandfischerei und Fischerei auf der Peene. Die Insel
Usedom war in diesen Jahren völlig verarmt und
verödet, etliche Orte ganz von
der Landkarte verschwunden. Aus dieser schweren Zeit stammt wohl das
Kinderlied:
Maikäfer flieg,
der Vater ist im Krieg,
Mutter ist im Pommernland,
Pommernland ist abgebrannt,
Maikäfer flieg .
Das Pfarramt in Kröslin übernahm 1652 der Pastor Johann Staude. Er führte das Kirchspiel bis zu seinem Tod 1659.
Der Angriff auf Polen im Jahre 1655 durch den neuen schwedischen Königs Karl X. Gustav leitete den 1. Nordischen krieg (bis 1660) ein. Im Schwedisch -Polnischen Krieg von 1659 bis 1660 brachte der kaiserliche Generalwachtmeister von Stärkender am 30.8.1659 die Schanze von Dievenow an sich und kam auf seinem Zug von Osten her auf die Insel, während der Oberstleutnant Bernhard Müller von Greifswald aus für seine Verstärkung sorgte.
Maikäfer flieg,
der Vater ist im Krieg,
Mutter ist im Pommernland,
Pommernland ist abgebrannt,
Maikäfer flieg .
Das Pfarramt in Kröslin übernahm 1652 der Pastor Johann Staude. Er führte das Kirchspiel bis zu seinem Tod 1659.
Der Angriff auf Polen im Jahre 1655 durch den neuen schwedischen Königs Karl X. Gustav leitete den 1. Nordischen krieg (bis 1660) ein. Im Schwedisch -Polnischen Krieg von 1659 bis 1660 brachte der kaiserliche Generalwachtmeister von Stärkender am 30.8.1659 die Schanze von Dievenow an sich und kam auf seinem Zug von Osten her auf die Insel, während der Oberstleutnant Bernhard Müller von Greifswald aus für seine Verstärkung sorgte.
_
- Im
September 1659 räumten die Schweden die Inseln Usedom und Wohin
freiwillig, welche nun von kaiserlichen und brandenburgischen Truppen
besetzt
wurde. General Bogislav von
Schwerin sollte nun über Usedom gegen das befestigte Wolgast vorgehen.
Nur die Peenemünder Schanze hielt sich noch
tapfer. Ende Oktober 1659
versuchte der schwedische Oberstleutnant Ribbing mit 400 Mann Kavallerie
die Preußen wieder von der Insel Usedom zu
vertreiben, wurde aber
zurückgedrängt und musste Hals über Kopf mit seinen Leuten flüchten.
Ein Handstreich des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg gegen die Peenemünder Schanze missglückte, aber das Wolgaster Schloss wurde nach heftigem Widerstand am 10.11. zur Übergabe gezwungen. Die Schanze bei Peenemünde ließ sich nun auch nicht mehr länger halten. Nun lag die gesamte Insel Usedom wieder in der Hand der Preußen. Diese ließen die Schanze nur mit kleiner Besatzung zurück und verzogen sich in ihre Winterquartiere.
Dies nutzte der schwedische General Königsmarck aus. In der ersten Dezemberhälfte landete General Mardefeld mit 20 Geschützen und 4.000 bis 5 .000 Mann auf der Insel und nahm nach mehrtägiger Belagerung die Peenemünder und die Swineschanze und wandte sich dann mit ganzer Kraft gegen das belagerte Wolgast. Daraufhin erteilte der Große Kurfürst dem General von Schwerin den Auftrag, die Insel zurückzuerobern und die Belagerung Wolgast‘s zu stören, da ihm die Übernahme Usedoms sehr missfiel.
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